Drobo – nach 2 Jahren Einsatz




Seit fast 2 Jahren habe ich nun schon den Drobo (USB + Firewire 800) und habe eigentlich nie mehr darüber berichtet. Das alleine ist eigentlich schon ein Argument für den Drobo gewesen, da man wirklich praktisch nichts mehr mit dem Gerät zu tun hat, ausser man möchte es so.


Nun – wieso diesen Artikel?

Den Artikel schreibe ich, da ich angefragt wurde, wie der Drobo bei mir so läuft.. und ein paar Fragen, welche ich gerne hier gleich im “öffentlichen” beantworten würde.

Die Fragen beziehe ich auf meinen 2-jährigen Drobo mit Firewire 800. Man sollte hierbei beachten, dass der Drobo S, FS und alle grösseren Modelle schneller sind und daher wahrscheinlich deutlich besser abschneiden würden. Im Drobo sind 4 Western Digital Caviar RE3, 7200, 32MB, 1TB eingebaut.


1) Wie laut ist der Drobo im Betrieb, könnte er im Schlafzimmer stehen?

Nein, ich glaube nicht. Es ist noch schwierig die Lautstärke anzugeben, wenn man nichts einheitliches zu vergleichen hat oder ein Dezibel-Messgerät. datarobotics selber sagt, dass es etwa 20-24 Dezibel sind. Es ist einfach ein summen, was man die ganze Zeit hört. Da mich solche Geräusche nicht so stören und da ich ihn meistens am Abend ausgeschalten habe hat der Drobo mich eigentlich nie in meinem Zimmer gestört. Kürzlich musste er, weil wir einen Server im Büro eingerichtet haben aus meinem Zimmer raus und dort stört er nicht.

Also ich denke er ist weniger für’s Schlafzimmer geeignet.


2) Geht der Drobo auf Stand-by wenn er nicht gebraucht wird?

Ja, obwohl es schon eine Weile dauert. Ich glaube, dass er viel Dateien hin und her schiebt, wenn man ihn gerade nicht braucht, deswegen dauert es manchmal, zumindest bei mir, sehr lange bis er schlafen geht, aber ja er tut es. Beim Server kann es aber auch sein, dass sich gewisse Rechner sich nicht abmelden und dadurch das schlafen verhindern. Schickt man den Computer (Mac) manuell ins schlafen, dann schläft der Drobo auch ziemlich rasch.


3) Ist es möglich per WLAN auf den Drobo zuzugreifen (Fritz-Box und TimeCapsule vorhanden) und in Extern zum speichern und verwalten von Fotos (RAW-Format) zu benutzen? Ist die Geschwindigkeit schnell genug, oder hängt die nur von den eingesetzten Harddisk ab?


Der Drobo kann ohne Probleme an eine Airport Extreme / Time Capsule angehängt werden. (Das Schlafverhalten hierbei sollte ich vielleicht nochmals testen, das weiss ich nicht mehr so genau… ich glaube meistens  bleibt er an). Bei der Fritz-Box kenne ich mich leider nicht aus, aber wenn sie ein USB-Anschluss hat sollte es – denke ich – auch gehen.

RAW-Bilder sind glaube ich recht gross… ich denke nur über LAN würde es funktionieren oder über eine sehr gute Wireless-Verbindung. Also Filme auf dem Drobo schneiden empfehle ich nicht. Man kann mit grösseren Dateien auf dem Drobo arbeiten, aber dafür ist dieser doch etwas knapp bemessen und verursacht Wartezeiten.

Hängt man den Drobo direkt an einem Computer an, dann kann man sogar Full HD Filme direkt von der Festplatte anschauen..


4) was sind die Unterschiede zwischen Drobo / Drobo S und Drobo FS?

Laut Hersteller, datarobotics ist es beim Drobo S (ein Modell höher) so, dass 2 Festplatten ausfallen können, ohne dass Daten verloren gehen. Neuerdings unterstützt dieser auch USB 3.0. Leider machen sie zur Geschwindigkeit keine Angabe, aber ich denke diese wird auch einiges höher sein als beim “ursprünglichen Drobo”

Hier kurz eine Übersicht zu den Modellen

Drobo Typ Anschlüsse Anzahl Festplatten Lese-/Schreibgeschwindigkeit Lautstärke (Dezibel) Stromverbrauch (Watt)
Drobo USB 4 (1 Ausfall) n / a n / a n / a
Drobo Firewire 800 + USB 4 (1) ≈ 30 MB/s (USB); lesen FW bis zu 52 MB/s 20-24 dB 5 standby, 12 idle, 40 busy
S eSata, Firewire 800/400,  USB 3.0 5 (2) n / a ≈ 31.8 dB 12 idle, 56 busy
FS LAN 10/100/1000 (Ethernet) 5 (2) n / a n / a 12 idle, 56 busy
Pro iSCSI, Firewire 800, USB 8 (2) n / a ≈ 30.4 dB 13 standby,  25 idle, 82 busy
Pro FS Dual Gigabit Ethernet (LAN) 8 (2) n / a ≈ 30.4 dB 13 standby,  25 idle, 82 busy
Elite iSCSI (via Gigabit Ethernet), USB 8 (2) n / a ≈ 30.4 dB 13 standby,  25 idle, 82 busy

Weitere Eindrücke zum Drobo

Mein Drobo machte mir bisher wirklich wenig Arbeit, wenn man dabei ein paar Sachen bearbeitet. Der Drobo sollte nicht mit eigenen Festplatten-Dienstprogrammen modifiziert werden. Das Drobo Dashboard welches sich im Lieferumfang eines jeden Drobo’s befindet oder von der Herstellerseite heruntergeladen werden kann sollte man dafür verwenden. Ich persönlich frage mich, ob man den Drobo für TimeMachine (Backuplösung für Mac) verwenden sollte, da man die Daten ja auf eine “einfache” Festplatte speichern kann und diese Daten nicht vor einem Festplattenausfall geschützt werden müssen.


Ich selber verwende den Drobo als externen Datenspeicher für Filme, Backups, Archive, etc.


Einmal ist es mir passiert, dass das “Filesystem” korrupt wurde – ich weiss nicht woran es gelegen hatte, aber noch ehe ich alle Dateien auf einen anderen Computer kopieren konnte… (ca. 1 TB) meldete er das Dateisystem als wieder in Ordnung. Also ich glaube der Drobo ist eine ganz gute Sache. Bisher hatte ich aber auch noch keinen einzigen Festplattenausfall.


Verwendet man Festplatten mit geringer Drehzahl, oder welche die nicht sehr warm werden (oder beides) wird das auch noch die Geräuschentwicklung und Lebensdauer des Drobo’s und der Festplatten positiv beeinflussen. Der Drobo ist bei mir an einem Platz, wo die Luft relativ gut entweichen kann, er ist also nicht zwischen Bücher oder anderen wärme-dämmenden Objekten…


Die obigen Fragen sind teilweise wirklich etwas pauschal / ungefähr beantwortet, aber es ist wirklich nicht einfach sie zu beantworten, hättest du gerne eine präzisere Antwort brauchen, lass es mich wissen oder benutze die Kommentarfunktion.



Weitere Informationen

Herstellerwebseite - datarobotics.com

Älterer Bericht – skofgar.ch


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